Dieser Kurs führt kompakt und praxisnah in die Grundlagen der Verfahrenstechnik ein. Er richtet sich an fachfremde Personen, die in verfahrenstechnischen Kontexten tätig sind oder sein möchten, ohne die klassischen Studiengänge durchlaufen zu haben. Im Zentrum stehen Denkweise, Rechenmethoden und Modelle der Disziplin – von Stoffdaten und Strömungen bis zu Reaktoren und Kolonnen. Ziel ist es, Fachverständnis für das Zusammenspiel aus Technik, Thermodynamik, Skalierung und Wirtschaftlichkeit zu entwickeln – und damit fundiert mitreden, mitentscheiden und mitentwickeln zu können.
Verfahrenstechnik ist das ingenieurwissenschaftliche Fundament der stoff- und energiewandelnden Industrie – und damit der Schlüssel für die Herstellung fast aller modernen Produkte. Stoffe werden nicht einfach nur vermischt, sondern gezielt verändert: in ihren Eigenschaften, ihrer Zusammensetzung oder ihrem Aggregatzustand – durch physikalische, chemische oder biologische Prozesse.
Im Unterschied zu vielen anderen technischen Disziplinen lässt sich in der Verfahrenstechnik kaum je ein Prototyp bauen. Was im kleinen Maßstab funktioniert, muss im technischen Maßstab umgesetzt werden – sicher, effizient und wirtschaftlich. Genau das erfordert ingenieurwissenschaftliche Modellvorstellungen und methodisches Rüstzeug.
Diese Kurs vermittelt einen fundierten Einstieg in die Grundlagen der Verfahrenstechnik – verständlich erklärt, anwendungsnah aufbereitet. Angesprochen sind vor allem Naturwissenschaftler, Ingenieure und andere Quereinsteiger, die in verfahrenstechnischen Zusammenhängen arbeiten, aber bislang kein klassisches Studium der Verfahrenstechnik oder des Chemieingenieurwesens absolviert haben.
Sie lernen typische verfahrenstechnische Denkweisen und Rechenmethoden kennen – von der Auswahl geeigneter Apparate über die Bilanzierung bis zur Maßstabsvergrößerung und zur Optimierung im Spannungsfeld zwischen Investitionsausgaben und Produktionskosten.
Wenn Sie bisher dachten, Verfahrenstechnik sei nur etwas für Ingenieure, die am PC sitzen, aus Pizzakartons leben und sich kein Spiegelei braten können – dann ist dieser Kurs Ihre Einladung, die Disziplin neu zu entdecken. Klar strukturiert, anschaulich vermittelt, technisch fundiert.
Ziel des Kurses ist die Vermittlung des grundlegenden Fachwissens sowie der typischen Denkweise der Verfahrenstechnik. Sie lernen Methoden zur Bilanzierung, zur Maßstabsvergrößerung und zur prozesstechnischen Auslegung von Apparaten und Maschinen kennen – ohne den Weg über Prototypenbau.
Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Kriterien: Wie lassen sich Prozesse wirtschaftlich
planen? Wie werden Dimensionen festgelegt? Und wo muss man überdimensionieren? Sie erwerben das Rüstzeug, um verfahrenstechnische Zusammenhänge sicher einzuordnen, mitzurechnen und mitzugestalten.
Dieser Kurs richtet sich an Fach- und Nachwuchskräfte in verfahrenstechnisch geprägten Industrien – insbesondere aus Naturwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau oder Energietechnik. Ob am Beginn der beruflichen Laufbahn oder mit langjähriger Erfahrung – die kompakte Einführung vermittelt praxisnahes Wissen mit technischer und wirtschaftlicher Relevanz.
Einführung und Überblick
Stoffdaten und Thermodynamik
Bilanzierung und Modellbildung
Strömungstechnik in der Praxis
Wärmeübertragung
Trennverfahren verstehen
Reaktionstechnik kompakt
Apparateauswahl und wirtschaftliche Bewertung
Maßstabsvergrößerung und Ähnlichkeit
Prof. Dr.-Ing. Thomas Rieckmann
Prozessentwicklung und Reaktionstechnik
Technische Hochschule Köln, Institut für Material- und Prozesstechnologie
Vortrag, Diskussion, Berechnungsbeispiele sowie Seminarunterlagen als pdf-Dokumente
Präsenzkurs
3 Tage (9:00 - 17:30 Uhr, 08:30 - 17:30 Uhr, 08:30 - 16:00 Uhr)
Motel One
Poststraße 8
60329 Frankfurt am Main
inkl. digitale Kursunterlagen, Teilnahmezertifikat, Mittagsimbiss und Pausengetränke
| 1.600,00 EUR | Teilnahmebgebühr |
|---|---|
| 1.520,00 EUR | Teilnahmegebühr - Gruppenbuchung ab 5 Personen |
| 800,00 EUR | Teilnahmegebühr - Studierende / Doktoranden abhängig von Verfügbarkeit, Nachweis erforderlich |