ELEKTROWIRBEL

Bild Forschungsprojekt

Neue Ansätze zur Wiederverwertung salzhaltiger Abwässer aus der industriellen Produktion. In vielen technischen Synthesen, in denen chlorierte Kohlenwasserstoffe verwendet werden, fallen große Mengen salzhaltiger Prozessabwässer an, die außerdem noch kleine Mengen organischer Verbindungen enthalten. Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt »ElektroWirbel« verfolgt das Ziel, diese Abwässer so zu behandeln, dass geschlossene Prozesskreisläufe für Wasser und Salz entstehen. Zusammen mit Partnern entwickelt die Arbeitsgruppe Elektrochemie am DECHEMA-Forschungsinstitut (DFI) eine neuartige magnetische Wirbelbett-Elektrode.

Die Basis der elektrochemischen Wirbelbett-Elektrode bilden magnetische Partikel, die an ihrer Oberfläche elektrisch leitfähig sind. Mit dieser Elektrode soll die Beseitigung organischer Verunreinigungen durch Elektrosorption realisiert werden. Dabei wird an die Partikel ein elektrisches Potential angelegt, das die Adsorption der organischen Wasserinhaltsstoffe verstärkt.

Durch Änderung des elektrischen Potentials sollen die organischen Verbindungen wieder von den Partikeln entfernt und die Partikeloberfläche dadurch regeneriert werden. Das Magnetfeld steuert die Bewegung der Partikel und beschleunigt die Adsorption der Organika auf den Partikeln.

Für die neue Wirbelbett-Elektrode eröffnen sich Anwendungsperspektiven beispielsweise im Downstream Processing in der Biotechnologie, in der Elektroorganischen Synthese oder in der Behandlung von Abwässern aus der Galvanik.

Dr. Klaus-Michael Mangold

Bildquelle(n):iStockphoto, art-skvortsova

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