Neuartiger Korrosionsschutz auf Basis biogener Substanzen

Konventionelle Korrosionsschutz-Verfahren (z.B. Chromatieren oder Biozide) sind vom gesundheitlichen und ökologischen Aspekt her bedenklich und müssen aufgrund gesetzlicher Vorgaben ersetzt werden.

→ Umweltfreundliche, biogene Korrosionsschutzsysteme: EPS und EPS-Analoga

Mikrobielle Biofilme und bakterielle extrazelluläre polymere Substanzen (EPS) können Korrosion sowohl verstärken als auch unterdrücken. Beide Effekte werden durch die Wechselwirkungen zwischen dem Werkstoff und insbesondere den EPS beeinflusst, wobei die chemische Zusammensetzung der EPS über Schad- oder Schutzwirkung und das jeweilige Ausmaß entscheidet.

Erkenntnisse aus früheren Projekten:

  • Bestimmte funktionelle End-Gruppen beeinflussen Schutzwirkung und Anheftung der Substanzen an Oberflächen (z.B. Carboxylgruppen, Glucuronsäurereste)
  • Komplexierung von Auflösungsprodukten (Eisenionen) blockiert positive Chemotaxis und reduziert Biofilmbildung
  • Blockade elektrochemisch aktiver Regionen des Substrats (Anoden, Kathoden) durch kovalente Bindungen

Ziel des Forschungsvorhabens:

mittels biogener Substanzen bzw. industrieller Analoga die Biofilmbildung weitestgehend zu unterdrücken oder selektiv reaktive Stellen der Werkstoffe unzugänglich zu machen

MICI-Modell_dt

Einsatz von EPS-Analoga: Cyclodextrine

  • synthetisierbar
  • gezielt modifizierbar (funktionelle Gruppen, Fluoreszenzfarbstoff, Ringgröße, Molekulargewicht)

Anwendungsbereiche1-1b

(Bio)- Korrosion von Eisen und Stählen in wässrigen Medien und Wasser-führenden Systemen

 

 

Ein innovativer Beitrag für die Wirtschaft

  • natürliche, nachwachsende Rohstoffe
  • Umweltschutz
  • Senkung der Betriebskosten
Kontakt:
David Holuscha
Telefon: 069 / 75 64-344
Telefax: 069 / 75 64-388
E-Mai: holuscha

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